Praxis für Klassische Homöopathie

Nach jeder Mittelgabe unterscheiden wir:

 

Die Erstwirkung ist die Wirkung des Mittels selbst im Körper - sie zeigt sich in der ersten Reaktion direkt nach der Einnahme, als eine Art Überlagerung der eigenen Symptome.

 

Die Zweitwirkung ist dagegen die Reaktion des Körpers auf das Mittel, hier zeigt sich die nachhaltige, langfristigere Wirkung.

 

Wenn ein Mittel einen gegenteiligen Impuls setzt - wie Abführmittel bei Verstopfung, Beruhigungsmittel bei Schlaflosigkeit - kann als Erstwirkung oft eine gewisse Erleichterung eintreten.

 

Im Verlauf tritt das Problem dann meist erneut wieder auf, häufig sogar verstärkt: der Organismus kehrt unverändert in seinen vorherigen

Zustand zurück. Setzt ein Gewöhnungseffekt ein,

dann braucht der Organismus zur erwünschten

Wirkung eine immer höhere Dosis; evtl. zeigen sich unerwünschte Nebenwirkungen.

 

 

 

 

Eine Tasse Kaffee weckt auf - die

Wirkung verfliegt meist recht bald.

                                In homöopathischer Form wirkt Kaffee gegen bestimmte Unruhezustände.

 

 

Wirkung ähnlicher Mittel

Bei Gabe eines homöopathischen Mittels kann eventuell als erste Wirkung eine sogenannte "Erstverschlimmerung" stattfinden - wenn das ähnliche Mittel etwas stärker ist als das entsprechende eigene Symptom, und es überdeckt.

 

Der Organismus "erkennt" jedoch den ähnlichen Impuls und lernt damit umzugehen: während die Wirkung des Mittels verfliegt, wird der Organismus dauerhaft umgestimmt. Durch den Prozess sind seine Reaktionen verändert, ein Gleichgewicht wurde wieder hergestellt.

Klassische Homöopathie Dagmar Austin