Praxis für Klassische Homöopathie

Heuschnupfen… und Allergien

finden wir heute immer häufiger – der Heuschnupfen ist nur ein Ausschnitt der breiten allergi- schen Reaktionsmöglichkeiten. Aber auch hier zeigen sich schon grosse Unterschiede: alles ist möglich, von leichter Belästigung bis hin zu starker Einschränkung und lebensbedrohlichen asthmatischen Zuständen.

 

Immer mehr Menschen leiden an multiplen Allergien: sie reagieren übersensibel auf immer neue verschiedene Auslöser. Das können unterschiedlichste Stoffe sein: Pollen, aber auch Lebens- mittel oder körpereigene Stoffe ("Histaminallergie"), oder so grundsätzliche Faktoren wie "Licht".

 

Diese Einflüsse rufen dann entsprechende Reaktionen hervor: auf den Schleimhäuten der Atmung oder der Verdauung - oder auf der Haut, z.B. als Neurodermitis. Für die Betroffenen wird es immer schwieriger, einen Auslöser zu vermeiden, die Lebenseinschränkungen sind mitunter beträchtlich. Vermehrt erkranken auch Menschen in höherem Lebensalter neu an Allergien.

 

Starke Abwehr

Bei den Allergien handelt es sich nicht um eine schwache Abwehr in engeren Sinne, sondern um überschiessende Reaktionen: das Immunsystem ordnet etwas als gefährlich und schädlich ein, was für den gesunden, stabilen Organismus harmlos ist. Er scheidet den Stoff nicht einfach nur wieder aus oder verstoffwechselt ihn, sondern reagiert, als wenn es sich um ein (mehr oder weniger) hochgradiges Gift handeln würde.

 

Es geht bei der Heilung also nicht darum, die Abwehrkraft zu steigern, sondern um eine Stärkung im Sinne von Ausgleich und richtigem Maß: das Immunsystem soll mit diesen Stoffen wieder "ganz normal" umgehen lernen, genauer erkennen, wann tatsächlich eine Bedrohung stattfindet und die Reaktionen entsprechend anpassen.

 

Im homöopathischen Prozess

balancieren wir aus: wir wollen nicht den Rest des Lebens immer neue Auslöser vermeiden, uns immer stärker einschränken oder die Immunabwehr einfach nur unterdrücken - mit Maß ist sie ja wichtiger Teil des täglichen Lebens. Wir streben im Organismus einen Lernprozess an: das gesunde Gleichgewicht, die Grenze zwischen "gefährlich" und "harmlos" muß neu definiert werden.

 

In der homöopathischen Behandlung geht es sowohl um Therapie der akuten Krise als auch um konstitutionelle Grundbehandlung. Die Arzneiwahl richtet sich nach den individuellen Symptomen (Jucken, Brennen), nach der Art der Ausscheidung (scharf, mild, wässrig, reichlich, verstopft) und nach charakteristischen Modalitäten (wann / wodurch besser / schlechter). Auch allgemeine Begleitsymptome werden bedacht.

 

Wir halten Ausschau danach, wogegen allergische Reaktion stattfindet, aber auch nach anderen möglichen Ursachen: Eventuell haben früher einmal Medikamente eine Umstellung der körperlichen Reaktionen bewirkt, oder es fand z.B. ein ergreifendes Erlebnis im Leben des Betroffenen statt. Solche Ursachen beziehen wir in die Behandlung mit ein.

 

Der Organismus lernt, das Zuviel zurückzunehmen und dadurch Schwächen im Körper – sei es auf Haut, Atmung, Darmschleimhaut – auszugleichen, so dass ein "normales" und freies Leben wieder möglich wird.

Klassische Homöopathie Dagmar Austin